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Artikel aus den Westfälischen Nachrichten zum Unternehmertag |
Britta Lewedag ist "wild auf Entsorgung"Unternehmertag: 42-Jährige führt Familienbetrieb mit 20 BeschäftigtenUnternehmertag: 42-Jährige führt Familienbetrieb mit 20 BeschäftigtenLengerich. "Strategien für nachhaltigen Unternehmererfolg", zu diesem Thema werden sich in einem Podium vier regionale Unternehmen präsentieren und aufzeigen, welche Wege in ihren Betrieben zum Erfolg geführt haben. "Ich bin mit Herz und Seele selbstständig", bekundet Britta Lewedag. Sie hat den Charme eines Familienunternehmens von Kindesbeinen an mitbekommen. Bis heute scheut sie sich nicht zu sagen: "Ich bin Schrotthändlerin." Mit 26 Jahren ist sie in den elterlichen Betrieb eingestiegen. "Ich hatte das Glück, dass mein Vater mir schon früh die Verantwortung für bestimmte Bereiche, vor allem das Büro, übertragen hat." Es habe von Beginn an klare Zuständigkeiten gegeben. 1999 übernahm sie den Betrieb. Das Unternehmen mit 20 Beschäftigten befasst sich mit dem Handel von Schrott und dem Verwerten von Abfällen. "Wir könnten mehr beschäftigen, denn die Aufgaben werden auf Grund neuer Gesetzesvorlagen immer vielfältiger", erläutert Britta Lewedag. Und sie betont: "Wir können und wollen uns mit den großen Unternehmen nicht messen. Wir kümmern uns um den regionalen Markt." Das ist der Bereich zwischen Münster und Osnabrück. Aber auch Aurich und sogar Belgien stehen auf dem Plan. "Wild auf Entsorgung", diesen Slogan hat Britta Lewedag auf ihre Fahnen geschrieben. Wobei ihre Arbeitsweise gar nicht wild ist. Ganz im Gegenteil. Die betrieblichen Abläuf sind wohl strukturiert. "Das Know how macht es", so die Firmenchefin,- die sich und ihre Mitarbeiter einer ständigen Weiterbildung unterwirft. Das sei auch notwendig, denn ihre Firma schwimme nicht mit der Masse. "Wir gehören eher zu den Exoten". Beispielsweise führt Lewedag Papiersorten der spezifischen Entsorgung zu, die andere ganz einfach wegwerfen. "Unsere Philosophie läuft darauf hinaus, Abfallströme so zu lenken, damit sie sich kostengünstig tragen." Dabei setzt sie voll auf Teamwork. "Wir sind einzig und allein als Team gut", meint die Unternehmerin. Strukturelle Entwicklungen und Veränderungen erläutert sie regelmäßig ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sehr viel Wert legt sie auf Netzwerke. "Das schafft Wege zu neuen Kunden in einem relativ gut verteilten Markt." Die 42-Jährige ist verheiratet und Mutter zweier Kinder im Alter von acht und 13 Jahren. Ihr Mann arbeitet in der Computerbranche. Ausgleich zum Beruf findet sie beim Handball und beim Golf. Für die Weiterentwicklung Lengerichs fordert sie eine deutliche Erweiterung der Gewerbeflächen. Das Mitwirken im Stadtmarketingverein Offensive ist ihr Herzensangelegenheit. Quelle: Von Detlef Dowidat aus den Westfälischen Nachrichten |