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Artikel aus den Westfälischen Nachrichten (28.02.2007) zum Unternehmertag |
Mit Leib und Seele dabeiUnternehmertag: Chefs übertragen ihre Begeisterung auf die MitarbeiterLengerich. Nebeneffekt des mit Informationen gespickten Nachmittags: "Du auch hier? Wie geht's denn? Wir haben uns Lange nicht gesehen!" schwirren in der Kaffeepause Wortfetzen durchs Foyer. Auch anschließend blieb Zeit, über das Gehörte zu reden oder alte Bekanntschaften aufzufrischen. "Es geht ums kapieren, nicht ums kopieren"
Stefan Dietz Eines wird schnell deutlich: Die drei Unternehmer im Podium sind mit Leib und Seele bei der Arbeit. Und diese Begeisterung übertragen sie offensichtlich auch auf ihre Mitarbeiter, zeigt sich im Verlauf des Nachmittags. Was immer wieder deutlich wurde in den Ausführungen von Britta Lewedag, Andreas Kremer und Bruno Lammers: Alle drei stellen ihre Mitarbeiter als Menschen in den Fokus des Unternehmens. Dazu zählte der Osnabrücker Kremer "100-prozentige Transparenz" bezüglich aller Firmen relevanten Themen. Bei Saertex informiert Lammers bei ein bis zwei Betriebsversammlungen im Jahr über die Situation des Unternehmens und die Ziele. Britta Lewedag hat es da etwas einfacher. Bei 20 Mitarbeitern ist das persönliche Gespräch schnell gesucht und gefunden. Die Zahlen, die die Firmenchefs nannten, sorgen im Publikum für Staunen. So schlägt Lewedag (Slogan "Wild auf Entsorgung") 24 000 Tonnen Material im Jahr um, Saertex verdoppelt alle drei Jahre den Umsatz, Kremer hat sich von zwei Mitarbeitern im Juli 1999 auf mittlerweile knapp 400 hoch-gearbeitet. "80 Prozent davon Vollzeitkräfte", sagt der Chef und tritt damit dem weit verbreiteten Vorurteil entgegen, in einem Call Center würden nur 400-Euro-Kräfto arbeiten. Doch auch das sagt er: KiKxxl, so der Name des Unternehmens, ist weit mehr als nur ein Call Center, bietet auch Komplettlösungen an. "Unternehmer zu sein heißt auch,
ein Stück weit Vorbild zu Sein." Eckart Schlamann Oder Saertex. Marketing haben die Saerbecker nicht nötig. "Die Kunden laufen hinter ihnen her?", fragte Eckart Schlamann den Chef und erntet keinen Widerspruch. Die enge Zusammenarbeit mit vielen Hochschulen münde in viele Ideen und letztlich Innovationen, sagte Lammers, der nach eigener Einschätzung "von Hause aus immer noch Techniker" ist. |